UNSERE MISSION

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Unsere Mission lautet Integration

Eine Kultur des Respekts und des gleichberechtigten Miteinanders ist ein wichtiger Aspekt der Integration. Eine Kultur des Respekts bedingt, dass Unterschiede wahrgenommen und ausgehalten werden.

Wer Barrieren im gegenseitigen Verstehen beiseite räumen will, der beginnt am besten damit, sich gründlich und sachlich zu informieren. Das gilt gerade dann, wenn zunächst Ängste oder Vorurteile vorhanden sind. Mit Integration ist somit nicht das Verschwinden von eigener Herkunft und Identität gemeint.

Bei der Integration handelt sich um einen zeitlich unbegrenzten und gesamtgesellschaftlichen Prozess. Unsere Mitarbeiter und Sprachmittler in unserem Integrationslotsenbüro informieren Sie über Kultur und leisten Aufklärung über kulturelle Unterschiede.

Integration ist keine Einbahnstraße. Sie setzt bei der deutschen Bevölkerung Offenheit voraus und bei den Zugewanderten die Bereitschaft, dazugehören zu wollen. Zuwanderung bringt natürlich nicht nur Vorteile für beide Seiten, sondern auch Schwierigkeiten.

Deshalb müssen beide Seiten nach Grundwerten suchen, die das gemeinsame Handeln bestimmen. Integration gelingt nicht von heute auf morgen. Sie braucht Mut, Werbung für Toleranz und Widerspruch gegenüber extremistischen Parolen.

Umgesetzt und mit Leben erfüllt wird Integration aber vor Ort, in den 13 Gemeinden im Landkreis Cloppenburg. Ohne die Städte und Gemeinden bleibt jede Integrationspolitik nur ein Bruchstück. Es ist ermutigend und erfreulich zu sehen, wie viele innovative Ideen in den vergangenen Jahren auf der kommunalen Ebene für eine bessere Integration der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte entwickelt und umgesetzt worden sind. Das Integrationslotsen- und Koordinierungsbüro befand sich beispielsweise seit Januar 2011 in Räumen der VHS Cloppenburg. Seit 2017 Ist das Büro in eigene Räumlichkeiten umgezogen und hat nun die Adresse: Auf dem Hook, 49661 Cloppenburg. Seit Dezember 2014 existieren weitere Außenstellen: Die Integrationswerkstätten in Friesoythe und Löningen. Seit dem 05. Mai 2015 ist ein weiteres Integrationslotsen-Büro als Außenstelle des Vereins im Friesoyther Rathaus geöffnet. Mit diesem Schritt bekennt sich unser Verein zu der Verankerung in die kommunale Integrationsarbeit.

Der Integrationslotsen-Verein besteht aus einem jungen Vorstand sowie aus fünf hauptamtlichen MitarbeiterInnen, mehreren Honorarkräften, 32 Sprachmittler sowie über 160 Mitglieder. Unser Vorstand sieht seine Schwerpunkte im Aufbau eines Case-Managements (fallorientierte und aufsuchende Flüchtlings- und Familienarbeit zur besseren Integration in die Gesellschaft) sowie in der Vernetzung der bereits bestehenden Strukturen.

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Gemeinsam schaffen wir Wachstum

Unser gemeinsames Ziel ist es, mit allen Beteiligten Integration zu gestalten und Menschen sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund im Landkreis Cloppenburg durch positive Beispiele aufzuzeigen, wie Integration im Verein und in anderen Bereichen erfolgreich gelebt und gestaltet werden kann.

Dabei ist es unser Wunsch, eine grundlegende Veränderung der Strukturen in den Institutionen herbeizuführen, um allen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Unsere Integrationsarbeit ist ausdrücklich keine Konkurrenzarbeit zu den bestehenden Hilfsorganisationen, sondern kommt allen Menschen zugute, die an einem friedvollen, wertschätzenden Miteinander interessiert sind. Ich setze mich dafür ein, dass in unserem Verein Toleranz, Mitmenschlichkeit und Chancengerechtigkeit als Pflichtaufgaben verstanden werden. Trotz knapper Finanzen schaffen wir es, eine gute Integrationsarbeit bereitzustellen. Doch für noch viel wichtiger halte ich es, dass wir Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Nationen und Kulturen organisieren, um auf diese Weise Vorurteile und Ängste vor dem vermeintlich Fremden abzubauen. Als Beispiel sei an dieser Stelle das alljährlich stattfindende Nouruz-Fest genannt.

Unsere Vision: Alle gehören dazu! Alle tragen Verantwortung!

Der Landkreis Cloppenburg ist bunt und lebt Vielfalt in allen Generationen. In allen Lebensbereichen sollten Chancengleichheit und Begegnungen auf Augenhöhe ein gemeinsamer Lernprozess und gelebte Realität werden. Die Bedürfnisse von Angehörigen anderer Kulturen, Nationalitäten, Religionen und Generationen solidarisch zu vertreten, ist gelebte Selbstverständlichkeit aller Integrationslotsen. Menschen mit einer individuellen kulturellen Identität und die Anerkennung der bestehenden Rechtsordnung bilden keinen Widerspruch zueinander. Zuwanderungsgeschichte sollten verstärkt Möglichkeiten haben, ihre Ideen und Belange in die Gesellschaft einbringen zu können.

Die Gemeinden sollten Integrationsnetzwerke unter breiter Beteiligung erstellen. Auch gleichberechtigter Zugang zu allen Lebensbereichen wie z.B. Bildung, Arbeit, Gesundheitsversorgung, Kultur und Politik ist ein weiterer wichtiger Schritt. Auch Asylbewerber stellen eine Bereicherung der Gesellschaft dar und bringen viele Potenziale mit, welche es zu nutzen gilt.

Die Integration über eine strategische Steuerung zum festen Bestandteil von Kommunalpolitik und -verwaltung werden zu lassen, wäre ein bedeutendes Ziel.

Der Charakter von Integration als eine Querschnittsaufgabe kommunaler Zuständigkeit ist somit selbstverständlich.

Mina Amiry (Koordinatorin und Erste Vorsitzende)